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Landkreis Meißen
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07.03.2017 - Neue Geschwindigkeitsüberwachungsanlage am Knotenpunkt

Die Ortsumgehung der B 101 in Krögis wurde im August 2014 für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Bereits im März 2015 wurde die Kreisunfallkommission über den Knotenpunkt B 101/K 8056 als Unfallhäufungsstelle (Unfallschwerpunkt) auf Außerortsstraßen informiert. Die Kommission hat sich in der nachfolgenden Zeit umfangreich mit dem Knotenpunkt befasst, mehrfach analysiert, Verkehrsdatenerhebungen veranlasst, Vorortbesichtigungen durchgeführt, Maßnahmen beschlossen und angeordnet.

So wurden zunächst die Verkehrszeichen 70 km/h auf der B 101 von Schildergröße 2 in Größe 3 ausgetauscht und das Zusatzzeichen „Unfallgefahr“ unter den Geschwindigkeitsbegren¬zungen angeordnet, um die Wahrnehmung durch die Fahrzeugführer zu erhöhen und auf die Unfallgefahr hinzuweisen. Verstärkte Geschwindigkeitskontrollen durch Kreisord¬nungsamt und Polizei erfolgten ebenfalls. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus, es gab weitere Unfälle. Um die Verkehrssicherheit für die Wartepflichtigen zu erhöhen und eventuelle Sichtbe¬hinderungen zu vermeiden, wurde ein Austausch der Verkehrszeichen 205 durch 206 – das bedeutet „Halt! Vorfahrt gewähren“ - mit entsprechender Markierung aus Richtung Krögis und Barnitz angeordnet. Eine Untersuchung durch die LISt GmbH ergab, dass vor allem eine überhöhte Geschwindigkeit der Fahrzeuge in der Haupt¬richtung die Gefahren verursacht. Verdeckte Geschwindigkeitsmessungen mit Seitenradargeräten über eine Woche an zwei Messpunkten zeigten, dass die zu schnell fahrenden Fahrzeuge ihre Ge¬schwindigkeit ab der Geschwindigkeitsbegrenzung 70 km/h bis zum Knotenpunkt nicht reduzieren. 15 Prozent aller Fahrzeuge fuhren in dem Bereich sogar schneller als 90 km/h. Nach § 41 StVO und dem Merkblatt „Auswertung von Straßenverkehrsunfällen Teil 2 – Maßnahmen gegen Unfallhäufungen“ ist zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an der Unfallhäufungsstelle die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h durchzu¬setzen. Deshalb beschloss die Kreisunfallkommission in der Sitzung am 19. April 2016 die Errichtung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage. Bis zur Inbetrieb¬nahme erfolgen regelmäßig mobile Geschwindigkeitsmessungen. Es wird erwartet, dass mit der stationären Geschwindigkeitsmessanlage künftig durch die Fahrzeugführer eine höhere Akzeptanz der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h auf der B 101 eintreten wird und somit weit weniger Unfälle auftreten werden. Hinzuweisen ist aber auch darauf, dass wartepflichtige Fahrzeugführer, die aus Richtung Barnitz oder Krögis auf die B 101 einfahren oder diese queren, ihrer Wartepflicht tatsäch¬lich nachkommen (Stopp-Schild beachten!). Denn erst in der vordersten Warteposition der Zufahrten sind die erforderlichen Sichtweiten in beide Richtungen der bevorrechtigten B 101 tatsächlich auch gegeben.
Viele Unfälle und damit auch Unfallhäufungsstellen ließen sich bereits durch bessere Akzeptanz der Verkehrsregeln und Verkehrszeichen durch die Verkehrsteilnehmer selbst vermeiden. Viel menschliches Leid und immense Unfallkosten könnten erspart werden.

Informationen des Kreisordnungsamtes:

Soweit die Kreisunfallkommission Maßnahmen im Hinblick auf die Überwachung der zu¬lässigen Geschwindigkeit in dem Bereich der Ortsumgehung der B 101 in Krögis festge¬legt hat, ist das Kreisordnungsamt für die Realisierung sowohl von mobilen als auch sta¬tionären Geschwindigkeitskontrollen zuständig.

Hinsichtlich der Errichtung einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage wurden die erforderlichen Leistungen im Anschluss an die Ausschreibung Anfang Februar vergeben. Gegenwärtig führt das mit der Errichtung der Anlage beauftragte Unternehmen die notwendigen Arbeiten durch, wie zum Beispiel bereits erfolgte Testmessungen an dem beabsichtigten Anlagenstandort.

Nach Abschluss aller Bau- und Errichtungsarbeiten ist eine Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2017 vorgesehen. Zwischenzeitlich werden die durch die Kreisunfallkommission festgelegten Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen mobiler Messungen in diesem Bereich begleitet.

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