Landkreis Meißen - Kein Feuer auf Feldern, Fluren und in Wäldern!
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02.08.2018 - Kein Feuer auf Feldern, Fluren und in Wäldern!

In Deutschland herrscht fast überall eine extrem hohe  Waldbrandgefahr. Bricht ein Feuer aus, so ist es schwer zu bekämpfen. Doch wie lässt sich das Risiko reduzieren? Wir sprachen mit Kreisbrandmeister Ingo Nestler über die aktuelle Situation im Landkreis Meißen.

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Zuerst die Frage nach der Zahl der Einsätze zum Thema Wald- und Feldbrände in den letzten Wochen?

Ingo Nestler:   In den zurückliegenden fünf Wochen waren die Feuerwehren im Vergleich zu 2017 weit häufiger im Einsatz. Alleine im Juli mussten die Kameraden zu elf Wald- und 42 Feldbränden ausrücken. Im Vorjahr waren es lediglich ein Waldbrand und drei Feldbrände.


Wodurch entstehen Feld- und Waldbrände?


Ingo Nestler:   Die seit April fehlenden Niederschläge und die heißen Temperaturen der letzten Wochen haben die Waldböden stark austrocknen lassen. Kommen noch trockene Winde hinzu, kann sich ein Feuer rasant ausbreiten. Besonders gefährdet sind reine Nadelwälder, denn der Harz wirkt wie ein Brandbeschleuniger. Altes Reisig und trockene Grasflächen vergrößern die Brandgefahr weiter. Hier reicht ein Funke, um einen Brand auszulösen. Auch in nächster Zeit gibt es keine Entwarnung.  


Was sind aus Sicht der Fachleute wirksame Präventivmaßnahmen?


Ingo Nestler:   Da auch Feldbrände im Landkreis Meißen ein sehr aktuelles Thema sind,  ist es ganz wichtig, dass Landwirte zwischen ihren Feldern und der Straße sowie einem eventuell angrenzenden Wald  einen Schutzstreifen ackern. Ein solcher Streifen kann das Übergreifen des Feuers sehr wirkungsvoll verhindern. Bei Erntearbeiten sollten zudem ein Wasserfass und ein Pflug in erreichbarer Nähe sein, um bei einem Brand selbst schnell eingreifen zu können.


…und im Wald?  


Ingo Nestler:   Da haben die Kollegen vom Forst bereits eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Es ist leider so, dass der weitaus größte Teil der Waldbrände in Deutschland durch Unachtsamkeit oder gar Brandstiftung entsteht. Das heißt im Umkehrschluss, dass der Menschen durch richtiges Verhalten Waldbrände vermeiden kann. Also keine Zigarettenkippen wegwerfen, auch nicht auf der Straße, da sie vom Wind leicht in die trockene Vegetation geweht werden können.  Aschenbecher nicht in der Umwelt ausleeren, keinen Müll in der Natur abladen. Flaschen, Glasscherben und jeglicher Unrat können das Sonnenlicht gebündelt reflektieren. Wichtig ist auch, offenes Feuer – wozu auch das romantische Lagerfeuer am Abend gehört -   und das Zünden von Feuerwerk strikt zu unterlassen. An vielen Waldorten ist das Betreten verboten. Daran sollte sich jeder Spaziergänger halten.  Und niemals  Autos oder Motorräder auf Wiesen, Feldern oder am Waldrand parken. Der heiße Katalysator und der Auspuff können trockenes Unterholz bzw. Gras leicht entzünden.  Wenn diese Hinweise beachtet werden, geht es dem Wald und den Feldern besser. Wir sollten bedenken, dass ein Großfeuer  ganz viele Maßnahmen bis hin zu Evakuierungen  erfordert und natürlich eine gewaltige Gefahr für Leben und Gesundheit der Menschen wie  Tiere darstellt.

(Wir danken für das Gespräch)
 

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